Smart City - Opening Black Boxes
- Weltweit nennen sich Städte Smart Cities und mit diesen werden häufig Möglichkeiten für die Förderung nachhaltiger Entwicklung verbunden. Zwischen verschiedenen Akteuren aus Wissenschaft, Praxis und Wirtschaft, gibt es dabei zwar große Einigkeit über die Bedeutung von Smart Cities, nicht aber über die inhaltliche Ausgestaltung. Diese bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Transformationsherausforderungen hinsichtlich des Klima-, Ressourcen-, und Umweltschutzes und damit dem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung auf der einen und technologischen Erwartungen auf der anderen Seite. Seitens der Wissenschaft ist Smart City bisher häufig fragmentiert untersucht, normativ und konzeptionell bewertet und wenig praxisnah analysiert. Für denWeltweit nennen sich Städte Smart Cities und mit diesen werden häufig Möglichkeiten für die Förderung nachhaltiger Entwicklung verbunden. Zwischen verschiedenen Akteuren aus Wissenschaft, Praxis und Wirtschaft, gibt es dabei zwar große Einigkeit über die Bedeutung von Smart Cities, nicht aber über die inhaltliche Ausgestaltung. Diese bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Transformationsherausforderungen hinsichtlich des Klima-, Ressourcen-, und Umweltschutzes und damit dem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung auf der einen und technologischen Erwartungen auf der anderen Seite. Seitens der Wissenschaft ist Smart City bisher häufig fragmentiert untersucht, normativ und konzeptionell bewertet und wenig praxisnah analysiert. Für den Ausgestaltungsprozess zur Smart City liefert der wissenschaftliche Diskurs bislang kaum prozessorientierte Analysen bestehender Smart Cities. Sie werden primär vor dem Hintergrund ihrer technologischen Möglichkeiten in Einzelprojekten untersucht, anstatt an den thematischen Schnittstellen im Prozess sowie zwischen den unterschiedlichen Interessenslagen von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung sowie der Bürgerschaft. Die im Rahmen der vorliegenden Dissertation vorgenommene Untersuchung setzt dort an, wo bisher Forschungsdefizite bestehen: in der prozessorientierten Betrachtung bestehender Smart Cities. Ziel ist es, ein tiefergehendes Verständnis dafür zu schaffen, wie Smart Cities entstehen, wie die Städte den Prozess zur Smart City gestalten und welche Bedeutung die nachhaltige Entwicklung in diesem Prozess hat. Dazu wird die Methodik der Innovationsbiographien verwendet, erstmalig für die Untersuchung von Smart Cities. Mit dieser qualitativ empirischen Analyse wird anhand von zwei Fallstudien (Smart City Wien und das Smart City Modellvorhaben "5 für Südwestfalen") untersucht, wie ausgewählte Städte ihren Prozess zur Smart City gestalten, welche Motive dahinterstecken, welche Akteure involviert sind und welche Bedeutung die nachhaltige Entwicklung in diesem Prozess hat. Mit dieser Methode können Prozesse zur Smart City nachgezeichnet werden und aufzeigen, wie und warum ausgewählte Städte zur Smart City werden. Die Übertragung und Anwendung dieser innovationsbiographischen Methode bilden den empirischen Kern der kumulativ entstandenen Dissertation. In Untersuchungen anhand von zwei Fallstudien wird die Übertragung erprobt und ein Blick hinter die Kulissen von Smart City-Prozessen geworfen.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass eine prozessbezogene Analysemethode, wie die der Innovationsbiographien, geeignet ist, um zu analysieren, wie Smart Cities entstehen und warum Städte zu Smart Cities werden. Inhaltlich zeigt sich dabei, dass bei den beteiligten Akteuren der untersuchten Fallstudien ein deutliches Bewusstsein für die nachhaltige Entwicklung besteht und ein hohes Bestreben dazu, die politisch gesetzten Ziele dahingehend zu erreichen. Dieses Bewusstsein mündet in den untersuchten Städten der beiden Fallstudien in der Praxis in Smart City-Narrative, die über technologische urbane Einzelinnovationen hinausgehen und sich ganzheitlich an den Zielen der nachhaltigen Entwicklung orientieren. In themenübergreifenden Smart City-Strategien werden städtische und nachhaltige Entwicklungsziele auf strategischer Ebene vereint und so die nachhaltige Entwicklung adressiert. Die der zweiten Fallstudie verdeutlicht zudem die Relevanz interkommunaler Zusammenarbeit und die Bedeutung von institutionalisiertem Wissensmanagement für die Diffusion von Smart City über die untersuchten Smart Cities hinaus.
Die zentralen Ergebnisse dieser Dissertation sind in vier aufeinander aufbauenden Artikeln in den Jahren 2021-2022 publiziert worden. Sie verweisen auf die Rolle der Prozesse zur Smart City, deren Narrative sowie die Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung und der im Prozess beteiligten Akteure sowie mögliche Schnittstellen. Die vorliegende Rahmenschrift ergänzt die Ergebnisse der veröffentlichen Artikel, erfasst sie in einer Gesamtargumentation und gibt aus den empirischen Ergebnissen abgeleitete Implikationen für die Wissenschaft und Praxis.…


| Document Type: | Doctoral Thesis |
|---|---|
| Author: | Mona Treude |
| DOI (citable link): | https://doi.org/10.17185/duepublico/82087 |
| Granting Institution: | Universität Duisburg-Essen |
| Year of Publication: | 2024 |
| Number of page: | 196 |
| Language: | German |
| Divisions: | Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik |
| Dewey Decimal Classification: | 300 Sozialwissenschaften |

