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Perspektiven für eine Weiterentwicklung der Grundversorgung mit Strom und Gas

  • Die Haushalte in Deutschland zahlen im internationalen Vergleich einen der höchsten Strompreise. Ein zentraler Hebel zur Entlastung bleibt jedoch bislang weitgehend ungenutzt: das System der Grundversorgung. Sie ist die gesetzlich geregelte Lieferung von Strom und Gas durch den Grundversorger an Haushaltskund*innen. Sie tritt immer dann automatisch in Kraft, wenn kein gesonderter Vertrag mit einem Energieanbieter geschlossen wird, beispielsweise nach einem Umzug oder im Falle der Beendigung eines Energievertrages. So soll sichergestellt werden, dass jeder Haushalt ohne Unterbrechung mit Energie versorgt wird. Allerdings ist die Grundversorgung deutlich teurer als ein Sondervertrag. Dennoch bleiben viele Haushalte - auch und insbesondereDie Haushalte in Deutschland zahlen im internationalen Vergleich einen der höchsten Strompreise. Ein zentraler Hebel zur Entlastung bleibt jedoch bislang weitgehend ungenutzt: das System der Grundversorgung. Sie ist die gesetzlich geregelte Lieferung von Strom und Gas durch den Grundversorger an Haushaltskund*innen. Sie tritt immer dann automatisch in Kraft, wenn kein gesonderter Vertrag mit einem Energieanbieter geschlossen wird, beispielsweise nach einem Umzug oder im Falle der Beendigung eines Energievertrages. So soll sichergestellt werden, dass jeder Haushalt ohne Unterbrechung mit Energie versorgt wird. Allerdings ist die Grundversorgung deutlich teurer als ein Sondervertrag. Dennoch bleiben viele Haushalte - auch und insbesondere energiearme Haushalte - in der Grundversorgung und wechseln den Tarif nicht. Eine für das Gutachten des Wuppertal Instituts im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) durchgeführte Befragung von rund 2.000 Verbraucher*innen zeigt, dass die Gründe dafür vielfältig sind: Fehlendes Wissen über die Grundversorgung, Fehleinschätzungen der möglichen finanziellen Vorteile eines Wechsels oder wahrgenommene Hürden wie Aufwand und Komplexität prägen die Wechselträgheit. Vor diesem Hintergrund haben die Forschenden im Gutachten verschiedene Optionen analysiert. Angesichts der hohen Energiepreise bewerteten die Wissenschaftler*innen folgende drei Reformoptionen: 1) eine Verpflichtung der Grundversorger, auf den Abrechnungen transparent deutlich zu machen, wie viel durch einen Tarifwechsel gespart werden könnte, 2) eine wettbewerbliche Ausschreibung der Grundversorgung im jeweiligen Versorgungsgebiet sowie 3) eine staatliche Preisregulierung für einen bestimmten Teil des Marktes.show moreshow less

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Metadaten
Document Type:Report
Author:Oliver Wagner, Vita E. M. Zimmermann
URN (citable link):https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:wup4-opus-89911
Publisher:Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände - Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
Place of publication:Berlin
Year of Publication:2025
Number of page:73
Language:German
Divisions:Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik
Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren
Dewey Decimal Classification:300 Sozialwissenschaften
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